Farblabor | Laboratoire de couleur

Der gläserne Lektor I

Le lecteur de verre I

Zwei Verlagslektoren haben sich über dieselbe literarische Übersetzung aus dem Französischen gebeugt und präsentieren hier im Vergleich ihr Lektorat. Wo greifen sie ein und warum? Was wird gestrichen? Wo zu “mehr Fleisch” aufgerufen? – Ein kleiner Workshop zum spannenden Thema des Lektorats, bei dem die (höchstwahrscheinlich verschiedenen) Lektorats-Kriterien sichtbar werden. Mit Liliane Studer (Dörlemann Verlag) und Daniel Rothenbühler (langjähriger Gutachter der ch reihe); Leitung: Daniela Koch.


Deux lecteurs de maisons d‘édition se sont penchés  chacun sur une même traduction à partir du français, et comparent ici le résultat de leur travail. Où interviennent-ils et pourquoi ? Que suppriment-ils ? Où faut-il mettre « plus de chair » ? – Un petit atelier sur le thème passionnant du travail du lecteur, qui fera apparaître sans doute les critères propres à chaque lecteur. Avec Liliane Studer (Dörlemann Verlag) et Daniel Rothenbühler (expert de longue date de la collection ch); Animatrice: Daniela Koch.

SA

12.30

SA

13.30

Perfomance:

Hybrido Unreim taberna kritika

Diskurs, Exkurs, Disko: Das Dichtertrio Hybrido Unreim (Roland Reichen, Christian de Simoni, Hartmut Abendschein) zerlegt das soziale und kulturelle Erbe Westeuropas.

Hybrido Unreim ist auch ihr Stoff, das Leben in der Gegenwart, dieses disparate, alles durchdringende Etwas, auf das man sich oft noch gar keinen rechten Reim machen kann. Im ersten Teil ihres aktuellen Programms stellen die drei Hybridos neue Erzähltexte vor über Pädagogik, prekäre Existenzen und extreme Musik. Im zweiten kommen Quellen zur Sprache, die sie in den Texten verarbeitet haben. Es wird laut. Und dann wieder leise.

SA

14.30

Über die Sprachgrenzen hinaus ViceVersa par-delà les frontières linguistiques

Viceversa Literatur ist das Jahrbuch der Schweizer Literaturen und erscheint einmal im Jahr auf Deutsch im Rotpunktverlag (Zürich), auf Französisch bei den Editions d’en bas (Lausanne) und auf Italienisch bei den Edizioni Casagrande (Bellinzona). Viceversa präsentiert ausführliche Autorenporträts, Inédits, Cartes blanches von Übersetzern u.v.m. und macht gemeinsam mit der dreisprachigen Online-Schwester: www.viceversaliteratur.ch das literarische Schaffen der Schweiz über die Sprachgrenzen hinaus bekannt. Die Redakteurin Ruth Gantert stellt Viceversa im Gespräch mit Daniela Koch (Rotpunktverlag) vor.


Viceversa littérature est une revue annuelle dédiée à la littérature suisse, publiée en français aux Editions d’en bas (Lausanne), en allemand au Rotpunktverlag (Zurich) et en italien aux Editions Casagrande (Bellinzona). Viceversa présente des portraits d’auteurs très complets, des inédits, des cartes blanches de traducteurs et bien plus encore. En compagnie de sa sœur trilingue en ligne www.viceversalitterature.ch, Viceversa a pour vocation de stimuler les échanges littéraires en Suisse par-delà les frontières linguistiques.

Ruth Gantert, rédactrice, présente Viceversa dans une discussion avec Daniela Koch (Rotpunktverlag).

SA

16.30

Werner Rohner:

Das Ende der Schonzeit Lenos Verlag

Werner Rohner, geboren 1975, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und arbeitete u.a. als Sportjournalist und Filmkritiker. In seinem Debütroman erzählt er von einem Vater, dem die Revolution wichtiger als seine Kinder ist, von einer Mutter, die ihren Sohn um den Tod bittet, und einem Sohn, der sich vor jedem Handeln in die Liebe flüchtet. Wo das Politische und das Private aufeinandertreffen, hört jede Sicherheit auf, und im Ausloten dieser Unsicherheit geht Werner Rohners Buch tief.

SA

17.30

Hans J. Ammann:

DAZWISCHENTÖNE verlag die brotsuppe

Das Buch versammelt alle Kolumnen von Hans J. Ammann aus den Jahren 2007 bis 2013.

Sie beschäftigen sich mit nicht viel weniger als der «ganzen» Welt und erhellen auf überraschende Weise sogar, was einem vorher schon klar und durchsichtig erschienen ist.

SO

12.30

Vreni Spieser:

Legend Of The Things Edition Haus am Gern

Ein Jahr lang war die Künstlerin Vreni Spieser (ZH) in Argentinien und auf den Philippinen unterwegs.

Während dieser Zeit schickte sie Objekte, die sie sammelte, kaufte, suchte, fand, selbst machte, an die BewohnerInnen eines Altersheims in Zug. Dort wurden die Dinge in einer von ihr entworfenen Vitrine ausgestellt. Ihr dreisprachiges Buch «Legend of The Things» erzählt von diesen Dingen, begleitet vom klugen Blick zweier Freunde und Kunsttheoretiker.

SO

14.00

Rolf Hermann:

Im Masstab 1:82‘000 Der gesunde Menschenversand

Rolf Hermann bewegt sich nicht nur virtuos zwischen Lyrik und Prosa, zwischen Schreibstube und Bühne, sondern auch zwischen Hochdeutsch und Walliser Mundart. Er liest quer durch seine Werke. Von A wie: Güetun Abund! bis Z wie: Vor leeren Zündholzschachteln fürchte ich mich.

SO

15.00

Buchvernissage Editions Verdier und verlag die brotsuppe

David Bosc: La claire fontaine / Ein

glückliches Exil übersetzt von Gabriela Zehnder

Ein Roman über den Maler Gustave Courbet und ein Roman über den Genfersee aus der Sicht des Malers und eine Art Exilroman. Als Mitglied der Pariser Kommune wurde Courbet verfolgt und musste Ornans 1873 in Richtung Schweiz verlassen, wo er vier Jahre später starb. Der Roman über Courbets letzte Jahre widerspiegelt die spannungsgeladene «revolutionäre» Freude, die den Künstler ergriffen hatte. David Bosc schreibt in einer bildhaften Sprache, die dem Maler selbst entliehen sein könnte. Sie ist grosszügig, prickelnd, amüsant, und sie zeichnet in grossen, farbenfrohen, humorvollen Pinselstrichen Courbets Leben in der Schweiz nach.


Un roman d’un peintre: Gustave Courbet. Et aussi un livre sur le Léman saisi par l‘œil du peintre. C‘est encore le récit d‘un exil. Poursuivi pour avoir participé à la Commune de Paris, Courbet quitte Ornans pour la Suisse en 1873. Il y mourra quatre ans plus tard. Ce roman des dernières années de Courbet palpite d‘une joie «révolutionnaire», déraisonnable qui, toute entière, habite le peintre. David Bosc invente une langue picturale qui semble empruntée au peintre. Généreuse, croquante, drôle, elle brosse à grands traits vifs, colorés, plein d’humour, l’histoire du peintre en Suisse.